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Die Wege des Lichts (Bild+Gedicht)

(2014) Als Geburt der Liebe und des Dankes schwingt das Licht ein Leben lang, auf Abwegen drohend des feurigen Gerangels, manchmal zittrig, wenn heftiger Donner erklang. „Oh, Du Göttliche, Ehrfurcht schwellt empor, der Schlange Gebell – ein quasselnder Mob, kugelrund. Nimm ab deine Maske, singe im D-Dur, denn das Schiff lud allerlei Schund.“ Als Geburt der Wärme und Geborgenheit, führt uns das Licht auf holprigen Wegen, vorbei an Gefahr und Verlogenheit, zum erhofften Glücke – ein weises Streben. „Ach, Du Göttliche, Schamröte glüht im Gesicht, ein verlorener Schuh – die Schnecke lahmt. Nimm ab deine Krone, sprich ein Gedicht, weil der Spiegel ängstliche Blicke umrahmt.“ Als Geburt des Willens und der Kraft, schickt uns das Licht auf steile Berge, im Gepäck manch Leckerli und süßen Saft, zum grandiosen Gipfelblick auf menschliche Zwerge. „So, Du Göttliche, Abgründe falten Weiden, ein Weg ohne Licht – die Vase stürzt. Nimm ab dein Gewand, zupfe gerissene Saiten, nur die Uhr unnütze Zeit verkürzt.“ Als Geburt der Hoffnung auf Unsterblichkeit, erlischt das Licht nach unserem Tode. Unbestechlich auf ewig gescheit, fern ab von trendiger Mode. „Doch, Du Göttliche, Fenster verschließen die Nacht, die Gebeine im bunten Trauerflor – eine suchende Frau. Nimm ab deinen Stolz, der Dino so herzlich lacht, warum nur im Retro-Look, alt und grau?“ Als sterbender Stern noch schreitend zu neuen Taten, schickt es baldigst Nachwuchs in den Himmel. Für neues Leben, so lasst raten, sorgt nun reichlich Kindergetümmel! „Ja, Du Göttliche, Wolfshaupt riecht Blut, ein Haus ohne Leben – eiliger Sprung ins Wasser. Nimm ab dein Make-up, bloß keine reiche Brut, werden die Dementoren noch blasser?“ Als Wiedergeburt vereint sind Licht und Menschenmacht, des Krieges Herr, des Friedens Untertan. Todesfurcht, dies sei noch gesagt – gewiss ganz sacht, bleibt unbesiegt, für alle Zeit, trotz Lebenswahn. „Nein, Du Göttliche, Glaube ohne Macht, ein trostloses Tor – keine Blätter ohne Baum, Nimm ab deine Schläue – böser Geist ist längst erwacht, folge dem Licht durch Zeit und Raum.“ © Text: Frank Wallburger | FW-Atelier Dresden

Von Frank Wallburger

Hinzugefügt am 03.05.2015

72 x 102 x 2 cm (h x b x t)
Material: Öl auf Leinwand

Status: zu verkaufen
Preis: nach Absprache

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